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Kruhg Prunaig (Der Wall gegen das Böse)

Kruhg Prunaig ist eines der monumentalsten Bauwerke der bekannten Welt. Er durchschneidet den Kontinent von Nord nach Süd und trennt eine riesige, wild zerklüftete Halbinsel vom übrigen Festland. Auf jener Halbinsel leben seit alters her vor allem Orks, Goblins und verwandte Völker, während auf der kontinentalen Seite Menschen, Zwerge und Halblinge siedeln. Der Wall ist weniger eine einzelne Mauer als vielmehr ein zusammenhängendes Grenzsystem aus Stein, Erde, Wachtürmen, Toranlagen und befestigten Städten, dessen schiere Ausdehnung ihn zu einem eigenen geographischen Faktor macht.

Lage und Ausdehnung

Kruhg Prunaig folgt keinem vollkommen geraden Verlauf. Er passt sich Küstenlinien, Gebirgszügen und Hochplateaus an, nutzt natürliche Engstellen und zwingt den Reisenden, weite Umwege in Kauf zu nehmen. In nördlichen Regionen zieht er sich durch windgepeitschte Hochlande, im Süden durch trockenere Ebenen. An vielen Stellen erhebt sich der Wall auf künstlich aufgeschütteten Dämmen, an anderen ist er direkt in den Fels gegründet. Von den umliegenden Ebenen aus gesehen wirkt er wie eine steinerne Narbe, die Landschaft und Geschichte zugleich teilt.

Baugeschichte

Mit dem Bau von Kruhg Prunaig wurde im Jahr 712 vor Gründung Kaiserlagers begonnen. Der Entschluss zum Bau war das Ergebnis jahrhundertelanger Grenzkonflikte, Überfälle und gescheiterter diplomatischer Versuche, die Völker der Halbinsel dauerhaft zu befrieden oder einzubinden. Der Wall war daher von Anfang an als langfristige, generationenübergreifende Maßnahme geplant.

Die Bauzeit erstreckte sich über fast viereinhalb Jahrhunderte und endete im Jahr 258 vGK. Unterschiedliche Reiche, Herrscher und Baumeister prägten einzelne Abschnitte, was sich bis heute in variierenden Baustilen zeigt. Ältere Teile bestehen aus grob behauenen Steinblöcken, jüngere aus sorgfältig geschichtetem Mauerwerk mit integrierten Wehrgängen. Trotz dieser Unterschiede war der Wall über Jahrtausende hinweg funktional verbunden und militärisch nutzbar.

Die Städte im Wall

In den Wall selbst sind sieben befestigte Städte eingelassen, die von Norden nach Süden wie Perlen auf einer Schnur angeordnet sind:

  1. Ered Luin
  2. Ered Falun
  3. Ered Opaw
  4. Gernswerg
  5. Nahig Gohaf
  6. Nahig Jate
  7. Nahig Bohun

Diese Städte dienten als Garnisonsorte, Handelsstationen und Verwaltungszentren. Sechs von ihnen liegen im Gebiet der Werbaronie Derdahl. Die mittlere Stadt, Gernswerg, befindet sich im Einflussbereich des Zwergenreichs Gandahar und war lange Zeit ein Symbol für die Zusammenarbeit verschiedener Völker beim Erhalt des Walls.

Politische und militärische Bedeutung

Über viele Jahrhunderte hinweg war Kruhg Prunaig nicht nur eine militärische Barriere, sondern auch eine politische Grenze. Er regelte Handelsströme, kontrollierte Migration und bestimmte, wo Kontakte zwischen den Kulturen möglich waren. Die Tore der Städte waren die wenigen legalen Übergänge und wurden streng bewacht.

Der sogenannte vierte Grenzkrieg markiert einen Wendepunkt in der Geschichte des Walls. In diesem Konflikt gelang es orkischen Heeren, große Teile von Kruhg Prunaig zu überwinden und an zahlreichen Stellen zu schleifen. Im Jahr 2078 nGK wurde Ered Luin zerstört, 2084 nGK folgte Gernswerg. Diese Verluste erschütterten das Vertrauen in die Unüberwindbarkeit des Walls nachhaltig.

Verfall und heutiger Zustand

Nach dem vierten Grenzkrieg wurde Kruhg Prunaig nie wieder vollständig instand gesetzt. Politische Zersplitterung, wirtschaftliche Schwäche und das schwindende strategische Interesse verhinderten einen umfassenden Wiederaufbau. Selbst im Jahr 4030 nGK ist der Wall an vielen Stellen nur noch eine Ruine. Eingestürzte Abschnitte, überwucherte Wehrgänge und verlassene Türme prägen das Bild.

Die noch existierenden Städte sind stark heruntergekommen. Ihre Mauern stehen, doch viele Gebäude sind unbewohnt, und die einstigen Garnisonen wurden auf ein Minimum reduziert oder ganz aufgegeben. Nur wenige Händler, Grenzsoldaten und Abenteurer verirren sich noch regelmäßig dorthin.

Kulturelle Wahrnehmung

In der kollektiven Erinnerung der kontinentalen Völker gilt Kruhg Prunaig als Symbol für eine Epoche, in der man glaubte, das Böse durch Stein und Ordnung fernhalten zu können. Auf der Halbinsel hingegen wird der Wall oft als Ausdruck von Ausgrenzung und Feindseligkeit betrachtet. Diese gegensätzlichen Deutungen haben dazu beigetragen, dass der Wall mehr als nur ein Bauwerk ist. Er ist ein Zeugnis ungelöster Konflikte und ein stiller Chronist der wechselvollen Beziehungen zwischen den Völkern dieser Welt.

Heute steht Kruhg Prunaig zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Er ist weder die uneinnehmbare Bastion früherer Zeiten noch völlig bedeutungslos. Seine Ruinen prägen weiterhin die Landschaft und erinnern daran, dass selbst die größten Werke sterblicher Hände dem Wandel der Zeit unterliegen.

letzte Änderung: Lidang der 4ten Woche im Daschdar des Jahres 4021 [39.1.4021] (Mittwoch, den 17 Dezember 2025) - Maverick